Sendereihe: "Macht und Menschenrechte" ( Unser Politikblog TV) November - dann in anderem Format

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Heute Abend 19 Uhr: Interview auf Radio Utopie zum Thema: “Agrogentechnik – Weltherrschaft durch Hunger”


Von Juergen Apitzsch | 9.Dezember 2010

Sie haben es sich zum erklärten Ziel gesetzt, die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln zu kontrollieren und zu steuern. Insgesamt sechs Firmen sind es, die sich den Weltmarkt für gentechnisch verändertes Saatgut aufteilen. Es sind die Firmen Monsanto, Syngenta, Bayer CropScience, DOW, DuPont und BASF. 90 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen befinden sich in ihrem Besitz sowie 50 Prozent aller Patente auf Pflanzen mit verändertem Erbgut.Und es lohnt sich für die Konzerne. Allein Monsanto verzeichnete im Jahr 2008 mehr als 11 Milliarden Euro Umsatz. Warum auch nicht, möchte man denken. Schließlich kostet Forschung Geld. Aber die Gentechfirmen tun weitaus mehr, um Ihre Absätze zu steigern. So investieren die Chemiekonzerne riesige Summen in den Kauf und Aufbau von Saatzuchtunternehmen. Dadurch verdrängen sie auf aggressive Weise Anbieter konventionellen Saatguts vom Markt mit der Strategie, irgendwann nur noch gentechnische verändertes Saatgut anzubieten. Und es kommt noch schlimmer. Die Agrochemiekonzerne versuchen vermehrt, Einfluss zu gewinnen auf sämtliche Versorgungswege. Von der Aussaat über den Anbau und vom Handel bis zur Verarbeitung, so dass sie irgendwann die völlige Kontrolle von der gentechnisch veränderten Pflanze bis hin zum fertigen Produkt im Supermarktregal erlangen. Während sich unsere Abgeordneten, wie üblich, als willfährige Steigbügelhalter der Konzerne erweisen, keimt unter den Bürgern schon seit langem der Protest. Und auch Gerichte scheinen in diesem Punkt ausnahmsweise einmal dem Verbraucherschutz den Vorrang einzuräumen. In einer knapp eineinhalbstündigen Sendung führt Radio Utopie ein Interview zu diesem Thema. Interviewpartner sind der Bürgerrechtler und Blogger Volker Reusing (Unser Politikblog), der das Geschehen rund um Agrogentechnik aufmerksam verfolgt sowie der österreichische Journalist und Gentechgegner Klaus Faißner, der für seine gentechkritischen Artikel bereits einen Journalistepreis erhalten hat. Um die Tonqualität ist es dieses mal nicht zum Besten bestellt, dafür ist der Inhalt umso spannender.

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