Sendereihe: "Macht und Menschenrechte" ( Unser Politikblog TV) November - dann in anderem Format

Dienstag, 4. Januar 2011

Eiszeit im Treibhaus

Von Denkbonus | 4.Januar 2011 Radio Utopie

Nun ist es also allenthalben bekannt, der Golfstrom kommt zum Stehen. Während wir der vielbeschworenen Klimaerwärmung entgegentreiben, frieren wir auf unseren Stühlen fest. Der Grund? Wir steuern auf einen neuen Ausschlag in der Periode unserer Eiszeit zu und das Öl wird knapp.

Es sah nach einer richtig guten Story aus. 700 Millionen Liter Öl aus der havarierten Deep Water Horizon standen mit etwa 1,4 Millionen Liter Corexit und einer zusätzlichen Million weiterer dispergierender Chemikalien im Verdacht, den Golfstrom zum Erliegen gebracht zu haben. Also, Zähne rein ins Thema und los.

Was dabei herauskam, war ein zunächst unüberschaubarer Wirrwarr aus Vermutungen, Befürchtungen, Abwiegelungen und Täuschungen aber auch handfesten, validen Informationen. Die schlechte Nachricht: Es deutet vieles darauf hin, dass der Golfstrom zum Erliegen kommt und wir uns in Europa künftig auf deutlich härtere Winter gefasst machen müssen. Ungefähr in kanadischer Größenordnung, da wir auf dem selben Breitengrad liegen. Eine der möglichen Ursachen ist das Öl der Firma BP, welches, nicht unwahrscheinlich, heute noch über zahlreiche Risse und Spalten aus dem Meeresboden entweicht, nachdem BP ihn durchlöchert hat. Bekanntermaßen würde BP so etwas nicht an die große Glocke hängen, es sind jedoch bisher keine diesbezüglichen Beweise im Netz aufzutreiben. Wie auch, die Meinungshoheit wurde schon zu Beginn der Katastrophe über die US- Medien und die US- Administration zurück an BP dirigiert. Die folgenden Seiten behandeln ein wahrhaft riesiges Thema.


Jeder weiß nichts

Es wird wärmer, sagen die einen. Es wird kälter, stellen die anderen am eigenen Leibe fest. Und wie es scheint, haben beide Seiten recht. Um dieses Paradoxon zu entwirren, ist es notwendig, sich die einzelnen Faktoren, die zu diesem verwirrenden Bild führen, möglichst vollständig vor Augen zu führen. Dabei ist davon auszugehen, dass uns lediglich ein Bruchteil aller bestehenden Einflussfaktoren bekannt ist. Vom größten Teil wissen wir gar nicht, dass es ihn gibt. Dennoch ermöglicht selbst dieses Frakturwissen, ein, wenn auch grobes, so doch deutlich bildhaftes Mosaik zusammenzusetzen, in dessen Verlauf bereits deutlich erste Konturen zu erkennen sind. Jene Faktoren, die erkennbar, wie auch vermutlich für unseren Klimawandel verantwortlich gemacht werden können sind

1. Ausstoß von Aerolsolen wie CO2, Polychlorierten Biphenylen, Methan etc.
2. Erlahmen des Golfstroms
3. Abnahme der Sonnenaktivität mit gleichzeitigem Rückgang der Sonnenflecken
4. Abnahme des Erdmagnetfeldes
5. Positionierung unseres Sonnensystems innerhalb der Milchstraße, jener Spiralgalaxie, an deren äußerem Rand unser Sonnensystem sich bewegt

Wolken – die Wettermacher

Die Oberflächentemperatur auf unserer Erde steigt und fällt mit der Dichte und Höhe der Wolkendecke. Wolkenbildung entsteht auf mehrerlei Art und Weise. Einerseits durch winzige Kondensationskerne in der Luft. Beispielsweise Staubkörner, Bakterien oder ausgestoßene Abgase, um die herum sich Wasser anlagert, das zuvor in der Luft aufgelöst, also verdunstet war. So entstehen Miriarden von winzig kleinen Tröpfchen, die gemeinsam eine Wolke bilden.
Eine weitere Art der Wolkenbildung ist die Ionisierung der Luftmolküle. Wir leben seit Anbeginn des Kosmos’ in einem wahren Teilchenhagel. Es ist die kosmische Höhenstrahlung (Cosmic Rays), bestehend aus Protonen, Elektronen und Ionen, also Atomen, die entweder ein bis mehrere Elektronen zuviel oder zu wenig besitzen. Diese Teilchen sind so klein, dass sie durch uns Menschen hindurchrasen ohne nennenswerten Schaden zu hinterlassen, da unsere Atome für sie so weit auseinanderstehen wie Straßenbäume. Zudem lenkt bekanntermaßen unser Erdmagnetfeld einen Großteil der Strahlung ab was die Gefahr einer Teilchenkollision mit einem unserer Atome zusätzlich verringert.
Was passiert, wenn ein solches kosmisches Teilchen unsere Erdatmosphäre durchkreuzt, wird deutlich am Beispiel einer Nebelkammer aus dem Physikunterricht. Wenn ein geladenes Teilchen, beispielsweise einer Sonnenprotuberanz, mit bis zu 700 km/s durch unsere Atmosphäre schießt, ionisiert es dabei die Luft. Das neugeborene Ion wirkt dann als Kondensationskern, an dem sich wie gehabt Wassermoleküle anlagern und so ein Wassertröpfchen und eine Wolke bilden.

Wolke ist nicht gleich Wolke

Es gibt Wolken, die unsere Atmosphäre erwärmen und andere, die sie abkühlen. Das hängt ab von der Höhe, in der sie schweben. Je niedriger sie sich befinden, desto dichter und dicker sind sie, da die Luft umso dichter ist, je näher an der Erdoberfläche sie sich befindet. Dadurch werden diese Wolken zu einem Schild, welcher die Sonnenwärme reflektiert und dabei ins All zurückwirft. Sie wirken daher abkühlend, vergleichbar einer Außenjalousie, die die Mittagshitze draußen hält. Anders verhält es sich mit hohen Wolken. Da in großen Höhen die Luftdichte abnimmt, sind die Wolken dort sehr transparent. Sie lassen viel Licht durch, welches dann als langwellige Wärmestrahlung von der Erde abprallt, deren Atmosphäre jedoch nicht verlassen kann, da es durch die niedrigen Wolken zurückgehalten wird. Hohe Wolken ähneln daher weniger einer Jalousie als vielmehr einer Fensterscheibe, die die Wärmestrahlung zurückhält wie in einem Treibhaus. Unsere sogenannten Treibhausemissionen wirken also je nach der Höhe, in der sie zur Kondensation führen, einmal als Heizung und einmal als Schattenspender. Damit unseren Klimaforschern niemals langweilig wird, gibt es zudem den Golfstrom, der unser Erdklima entscheidend mitbeeinflusst.

Golfstrom – Klimapumpe und Fernheizung Europas

Beim Golfstrom handelt es sich um eine tausende Kilometer lange Wasserwalze, die sich entlang der Ostwestachse in vertikaler Richtung dreht. Dabei liefert er Zahlen, die beeindrucken. Ungefähr 1,3 Milliarden Megawatt an Wärmeenergie transportiert er mit sich, wenn er die Floridastraße durchströmt. Wenn er sich auf der Höhe von New York befindet, bewegt er rund 150 mal mehr Wasser als sämtliche Flüsse der Welt gemeinsam. Warmes Oberflächenwasser mit einem Salzgehalt von 3,5 Prozent strömt vom warmen Teil des Atlantiks zwischen Afrika und Südamerika über den Golf von Mexiko gen Norden auf Europa zu. Dabei vollführt der Golfstrom zahlreiche Schleifen und Wirbel. Je nachdem, wo er sich befindet, ändert sich dabei sein Name in südatlantischer Strom, nordbrasilianischer Strom, karibischer Strom, Yucatanstrom, Schleifenstrom, Floridastrom, Golfstrom, nordatlantischer Strom bzw. nordatlantische Drift und norwegischer Strom. Je weiter das warme Wasser wandert, desto mehr von ihm verdunstet unter der Sonne des Südens mit dem Ergebnis, das die Konzentration des zurückbleibenden Salzes dabei beständig zunimmt. Je höher der Salzgehalt ansteigt, desto größer wird das spezifische Gewicht des Salzwassers. Der Salzgehalt des, an der Oberfläche entlangströmenden Golfstroms, erhöht sich zusätzlich, wenn dieser die polaren Regionen erreicht. Diesmal ist es nicht die Hitze, welche die steigende Salzkonzentration bewirkt, sondern die Kälte. Salzwasser gefriert nicht. Bis heute dürfte es kaum einem Menschen gelungen sein, salziges Wassereis herzustellen, da das Salz sich beim Gefriervorgang aus dem Wasser herauslöst und mit dem restlichen, das Eis umgebenden Wasser vereint. Dadurch steigt das Gewicht des Golfstroms noch einmal zusätzlich, während seine Temperatur rapide abfällt. Es kommt, was kommen muss. Der Golfstrom stürzt tausende von Metern in die eisige See hinab und reißt dabei Milliarden Kubikkilometer weiteren Wassers hinter sich her. Ein Pumpsystem ist geboren. Da es durch den Salzgehalt und die Temperatur des Wassers angetrieben wird, spricht man von einer thermohalinen Zirkulation. Ohne den Golfstrom, der mit seinem Wasser die Wärme des Südens in den Norden transportiert, würde Europa vermutlich binnen weniger Jahrzehnte unter einem dicken Eispanzer verschwinden. Seit wenigen Monaten rückt dieses Szenario in greifbare Nähe.

Rückschritt dank Fortschritt

Was die Offshore Industrie dort jenseits der Shelfe betreibt, ist hochriskant. Das hat das Desaster im Golf von Mexiko einmal mehr deutlich gezeigt. Unfälle sind in diesen Tiefen nicht mehr beherrschbar und die Sicherheitsvorkehrungen der Ölfirmen sind schlecht, um die Gewinne zu maximieren. Dass BP ursächlich mitverantwortlich, wenn nicht gar hauptverantwortlich für das Erliegen des Golfstromes ist, beweist möglicherweise ein einfaches physikalisches Experiment, welches alljährlich an Universitäten vorgeführt wird. Injiziert man in eine Wanne mit eiskaltem Wasser einen farbigen Strom warmen Wassers, so bilden sich deutlich sichtbare Grenzschichten zwischen warmem und kaltem Wasser. Gibt man Öl hinzu, brechen dieses Grenzschichten auf mit der Folge, dass warmes und kaltes Wasser sich vermischen. Die Vortizität (Wirbelstärke) ist zerstört. Im Golf von Mexiko, jenem Nadelöhr, durch das sich der Golfstrom während seiner Reise hindurchfädelt, haben 700 Millionen Liter freigesetztes Öl offenbar genügt, um eben diesen Vorgang auszulösen. Der Golfstrom schwimmt nicht mehr an der Oberfläche des Ozeans entlang sondern vermischt sich mit dem Tiefenwasser des Golfes. Dadurch kommt er zum Erliegen, sagen die einen.

El Niño war’s, sagen die anderen

Einer der zentralen geographischen Punkte, die das Wasserband antreiben ist, ist das antarktische Weddell-Meer. Wissenschaftler des Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia University New York sowie des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR haben im Laufe ihrer Langzeitbeobachtung herausgefunden, dass es im Bereich dieser natürlichen Strömungspumpe starke jahreszeitliche wie auch mehrjährige Schwankungen gibt. Unter anderem hängen sie mit den arktischen Windverhältnissen zusammen und sind so auch an großräumige Klimaschwankungen wie das El Niño-Phänomen gekoppelt. „Das haben wir so nicht erwartet, vergleichbare Messungen am Ausgang der Labradorsee zeigten keine signifikanten jahreszeitlichen Schwankungen“, so Prof. Martin Visbeck, Leiter der „Physikalischen Ozeanographie“ am IFM-GEOMAR.

Der Agulhasstrom – Rettung für den Golfstrom?

Der Golfstrom findet sein südöstliches Pendant im Agulhasstrom, der, entlang der südafrikanischen Küste, den Indischen Ozean durchfließt. Südwestlich von Kapstadt vollführt der Agulhasstrom dann plötzlich eine abrupte Kehrtwende zurück in den Indischen Ozean. Dabei bildet er einen mächtigen Wirbel, aus dem sich alle 3 bis 4 Monate riesige Wirbelringe ( Agulhasringe) mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser abschnüren und sich selbstständig auf den Weg machen. Dabei transportieren sie warmes und salzreiches Wasser in den Atlantik und zum Golfstrom, der dieses Salz für sein Pumpsystem benötigt.
“Es klingt ein wenig abenteuerlich, dass Strömungen um Südafrika einen Einfluss auf unsere Breiten haben sollen”, gesteht der Hauptautor der Studie, Dr. Arne Biastoch vom IFM-GEOMAR. “Es ist aber seit langem bekannt, dass der Agulhasstrom eine Schlüsselrolle für den Nachschub salzreichen Wassers in den Atlantik darstellt”. Prof. Claus Böning, ebenfalls vom Geomar-Institut und Co- Autor der Studie, gibt zu bedenken: “Durch die Analyse von Beobachtungsdaten und Computermodellen haben wir gezeigt, dass sich dieser Prozess als Teil des Klimawandels im südlichen Ozean verstärkt hat”. Die Erklärung dafür scheint darin zu liegen, dass die westlichen Winde es sind, die im südlichen Ozean der Wasseraustausch begrenzen. Im Verlauf der letzen Jahrzehnte haben sich diese Westwinde jedoch nach Süden verlagert und dadurch den Weg freigegeben für einströmendes Wasser südlich von Afrika. Das daurch eingebrachte Salz gelangt mit dem Strom bis in den hohen Norden und könnte so das Pumpsystem stabilisieren.

Ist die Sonne schuld?

So eine andere Herangehensweise an diesen Verständnisdschungel. Die Zahl der Sonnenflecken hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen. Und das hat Folgen für unsere Erde. Denn eine weniger aktive Sonne stößt weniger Sonnenwinde in unserer Richtung ab. Sonnenwinde, in jeder Sekunde verliert die Sonne 1 Million Tonnen an Masse durch sie. Sie bestehen aus Protonen, Elektronen und Heliumkernen, die gemeinsam ein glühend heises Plasma bilden. Ihre Geschwindigkeit beträgt auf dem Weg zur Erde stellenweise mehr als 3 Millionen Km/h. In Erdnähe erreichen Sonnenwinde dabei eine Teilchendichte von ca. 5 Millionen Teilchen pro Kubikkilometer. Das genügt aus, um die kosmische Höhenstrahlung regelrecht von der Erde wegzufegen. Diese ist jedoch, wie bereits eingangs erwähnt, für die globale Wolkenbildung verantwortlich, da sie die Luft bei Eintritt in die Atmosphäre ionisiert und so Kondensationskeime für Wassertröpfchen bildet. Geht die Sonnenaktivität zurück, bilden sich daher mehr Wolken und es gelangt weniger Wärmestrahlung an die Erdoberfläche. Eiszeiten sind daher stets von einer signifikant niedrigeren Sonnenaktivität begleitet.

Oder das Erdmagnetfeld?

Ungefähr 150 Jahre ist es her, dass das Erdmagnetfeld begann, stark abzunehmen. Dem derzeitigen Trend nach wird es alle hundert Jahre um derzeit etwa 5 Prozent schwächer. In ein bis zweitausend Jahren ist daher ein Polsprung zu erwarten, und danach sehen wir weiter. Da unser Magnetfeld uns vor der kosmischen Höhenstrahlung schützt, indem es diese zu den Polen hin ablenkt, leuchtet ein, dass mit gleichzeitiger Abnahme des Erdmagnetfeldes die Teilchenstrahlung aus All in unsere Erdatmosphäre hinein zunimmt. Ansonsten alles wie gehabt: Luft wird ionisiert, Kondensationskerne entstehten, Wolken bilden sich und es wird kälter. Wer glaubt, jetzt endlich Bescheid zu wissen, der irrt. Die schiere Menge an Ergebnissen der Klimaforschung ist in den letzten Jahre regelrecht explodiert. Dies zwingt zur Bildung neuer Theoreme. Eines davon, das in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat:

Die Milchstraße ist schuld

Das Rückgrat der Nacht, wie die afrikanischen San die Milchstraße bezeichnen, ist alles andere als ein statischer, scheibenförmiger Spiralnebel, der sich um das schwarze Loch in seiner Mitte dreht. Vielmehr gleicht die Milchstraße einem Löffel Kaffeesahne, der, nur einmal kurz in den Kaffe gerührt, Schlieren und Wirbel ausbildet. Am Rande einer dieser Schlieren, Spiralarme genannt, befinden wir uns. Unser Sonnensystem ist gerade im Begriff, aus einer der Sternenhäufungen an den Rändern ihres Spiralarms herauszutreiben, in unbelebtere Gefilde hinein. Es gibt auch komplexere Erklärungen für diesen Vorgang. Eine davon lautet, dass die Arme die einzelnen Sterne und damit auch das Sonnensystem wie eine Dichtewelle ein- und überholen. Die Arme sind keine statischen, sondern dynamische Zonen mit dichterer Materie, den Sternen, die sich laufend auflösen und daneben neu bilden. Oft werden sie mit Schallwellen verglichen. Wenn man einen Schall hörst, bleibt die Luft um einen herum zwar erhalten, aber die Schallwelle rast weiter. Einer anderen Erklärung zufolge sind die Spiralarme Wellen vergleichbar, also Bereichen mit dichterem und weniger dichtem Material, wobei das “Material” sich jeweils langsamer oder schneller als die Wellen bewegt. Ähnlich einer Meeresströhmung, die parallel zur Küste verläuft, während die Wellen dennoch senkrecht auf die Küste auftreffen. Das Wasser bewegt sich demnach seitlich während die Wellen es senkrecht durchlaufen. Die Wellenberge entsprächen in diesem Model den Spiralarmen. Obwohl sich das Wasser seitlich bewegt, ist es zusätzlich einmal in einem Wellenberg und einmal in einem Tal. Derzeit bewegt sich unser Sonnensystem von einem der Wellenberge auf das nächste Wellental zu.
Je größer unser Abstand zu den Sonnenanballungen unserer Heimatgalaxie wird, desto weniger der kosmischen Höhenstrahlung erreicht uns noch. Diese, zumeist durch Supernovae freigesetzte Strahlung, ionisiert bekanntermaßen unsere Luft und führt so zu vermehrter Wolkenbildung. Sinkt die Strahlung, wird es daher bei uns wärmer, da weniger Wolkendecken die Erde vor der Wärme der Sonne schützen.

Was wissen wir, wir wissen nichts

Dass ein Thema in solch kurzer Zeit derartige Komplexität erreicht, ist ein typisches Zeichen unserer Zeit. Unser Wissen verdoppelt sich durchschnittlich alle fünf Jahre, Tendenz exponentiell steigend. Die gesamte Klimadiskussion ist im Grunde genommen eine Diskussion um statistische Wahrscheinlichkeitsmodelle. Kein Klimaforscher würde es wagen, öffentlich anzukündigen, wie hart der bevorstehende Winter tatsächlich zu werden droht. Allenfalls eine Wahrscheinlichkeit lässt sich dahingehend errechnen, dass er in seiner Entwicklung diesem oder jenem Trend folgen wird. Genausowenig, wie eine Jeans in der Waschmaschine weiß, wo sie im nächsten Augenblick hingeschleudert werden wird, können wir all die Faktoren sicher bestimmen, die unsere Zukunft formen werden. Umso wichtiger ist es, möglichst viele Meinungen zu Wort kommen zu lassen und nicht in wissenschaftlicher Dünkelhaftigkeit Meinungen von Newcomern von vorne herein auszugrenzen.

Wissenschaftler sind alles andere als frei von menschlichen Regungen. Da geht es um Ruhm und Ansehen, um gut dotierte Posten und, wie überall, um die Möglichkeiten, sich gegen nachrückende Jungforscher abzusichern. Gerade einmal 160 Jahre ist es her, da entdeckte der Arzt Professor Ignaz Semmelweis, dass Hygienemangel verantwortlich ist für das gefürchtete Kindbettfieber. Obwohl seine Ergebnisse klar belegten, dass er Recht hatte, wurde über Jahrzehnte hinweg von rückständigen Kollegen verspottet und gemobt. Dennoch blieb er eisern und forderte von seinen Studenten, dass diese sich die Hände vor jeder Entbindung zu waschen hätten. Er ging sogar soweit, an seine Studenten schallende Ohrfeigen zu verteilen, wenn sie mit ungewaschenen Händen zum Dienst erschienen. Der Erfolg gab ihm Recht und die Zahl der Todesfälle durch Geburtsinfektionen sank signifikant unter seiner Regie. Dennoch hat es viele Jahrzehnte gedauert, bis seine Erkenntnisse sich allgemein durchgesetzt hatten. Heute ist die Annahme der Existenz von Bakterien eine Selbstverständlichkeit, das Kindbettfieber gehört der Vergangenheit an. Professor Semmelweis wurde zu Lebzeiten nie dafür geehrt.

denkbonus

weiterführende Links

* Abrupten Klimasprüngen auf der Spur
* Folgen der Ölpest: Drohen kältere Winter? | PLANET IM WANDEL
* Folgen der Ölpest: Drohen kältere Winter? | Gegenfrage.com
* Albedo – Wikipedia
* http://www.dsri.dk/~hsv/
https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Milchstra%C3%9Fe
* Golfstrom - Erdöl – Corexit – SwissWetter-Foren
* Schwächelt der Golfstrom wieder und stehen wir vor dem Beginn einer extremen Kaltphase? – www.de.sharewise.com
* Golfstrom in Gefahr? « Wetter Journal / Weather Journal
* Das Leben auf dieser Erde hat sich gerade geändert « Der Honigmann sagt…
* Dr Zangaris – Google-Suche
* Golfstrom Anomalie und niemand hört hin « Blick Log
* sst_anom.gif (GIF-Grafik, 800×600 Pixel) – Skaliert (70%)
* Tötet BP Den Golfstrom? Steht Neue Eiszeit Unmittelbar Bevor ? » Euro-med
* SCHATTENBLICK - KLIMA/387: Plötzlich auftretende Anomalien im Atlantik (SB)
* Schweizer Sturmforum • Thema anzeigen – 2009: Starke Temperaturanomalie im Nordatlantik http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=1514
* http://idw-online.de/de/simplesearch?workaround=workaround&_form_=InputForm&scope=%5BALWAYS_THERE%5D&scope=press_release&scope=event&words=golfstrom&no_pics=%5BALWAYS_THERE%5D&x=0&y=0

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