auf Unser Politikblog | 1.Dezember 2011
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Menschenrechte Grundlage für globales Regelwerk
Die Konferenz in Berlin betonte, dass der sichere und gerechte Zugang zu Boden, Wasser, Fischgründen, Wäldern und pflanzengenetischen Ressourcen einer der Schlüssel zur Ernährungssicherung sei. FIAN begrüßt ausdrücklich, dass die Bundesregierung bei der diesjährigen Konferenz diese Bedeutung für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung unterstrichen hat. „Es ist überfällig, dass der Zugang zu und die Nutzung von diesen Ressourcen auf der Grundlage bestehender Menschenrechtsabkommen wirksam geregelt wird,“ so Sofia Monsalve von FIAN International. Dies ist besonders wichtig für Kleinbäuerinnen und andere Nahrungsmittelproduzenten, die den größten Teil der Hungernden stellen. Gerade jetzt, da sich nationale Eliten sowie internationale Konzerne und Banken riesige Ackerflächen sichern – das so genannte Land Grabbing – ist das deutsche Engagement für die Freiwilligen Leitlinien zur verantwortungsvollen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern, die derzeit vom Ausschuss für Welternährungssicherung (CFS) verhandelt werden, von großer Bedeutung.
Staatssekretär Dr. Robert Kloos unterstrich in seiner Rede, dass die Leitlinien das erste internationale, unter Einbeziehung aller Akteure abgestimmte Instrument sind, das sich mit der Zugangsfrage zu natürlichen Ressourcen befasst. Er betonte zugleich, dass die Leitlinien nach Abschluss der Verhandlungen so bald wie möglich umgesetzt werden müssen.
Auch Industrieländer stehen in der Verantwortung
Dieser Appell darf jedoch nicht nur an Entwicklungs- und Schwellenländer gerichtet werden. Auch die reichen Staaten inklusive Deutschland müssen sicherzustellen, dass ihre Politik nicht zum Verlust des Zugangs zu Land und Wasser beiträgt. „Gerade unsere Agrartreibstoff- und Rohstoffpolitik begünstigt Land Grabbing anstatt es zu sanktionieren,“ so Roman Herre, Agrarreferent von FIAN Deutschland. „Ob direkt über Landraub oder indirekt über unbezahlbar werdende Pachtpreise: die aktuelle Jagd nach Ackerland bedeutet vor Ort meist Hunger und Armut.“ Weiterhin sollte die Bundesregierung sicher stellen, dass deutsche Unternehmen und Investoren nicht zur Verletzung des Rechts auf Nahrung in anderen Ländern beitragen.
Kontakt: Roman Herre, Agrarreferent, FIAN Deustchland, r.herre(at)fian.de, 0176-76145926
Konferenzergebnisse unter: www.policies-against-hunger.de

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