Sendereihe: "Macht und Menschenrechte" ( Unser Politikblog TV) November - dann in anderem Format

Samstag, 6. September 2014

letter to the Xoni newspaper

Sarah Luzia Hassel-Reusing
Thorner Str. 7
42283 Wuppertal (Germany)
+49 / 202 / 2502621
human rights acitivist


to the
Xoni Newspaper
I. Metaxa 33
19902 Palania, Attika (Greece)


subject: clarification regarding the article on my charge at the ICC

04.09.2014

Dear ladies and gentlemen,

I want to express my respect and my thankfulness for your recent courageous article of the 24.08.2014 on my charge (file number OTP-CR 345/12) against unknown at the ICC for suspected crime against humanity (art. 7 par. 1 lit. k Roman Statute). The attention of the media to the injustice and to the actions to seek justice are crucial.

Nevertheless, I have to make some clarifications, which I herewith request you to publish.

I cannot see any basis for a statement, that the examination of my charge was reaching its final phase. We have recently published a video calling for testimonies of people, whose health has been damaged because of the austerity measures.
http://unser-politikblog.blogspot.de/2014/08/videoaufruf-an-die-griechische.html
We have learned by media articles regarding the charges of other people to the ICC, that one usually needs enough concrete cases in order to reach, that the ICC starts a formal investigation. It seems unlogical to us, how there can be a final phase of the examinations, if we obviously are trying to get enough testimonies to reach a formal investigation.

I cannot remember, that I had ever said, that the austerity measures as such must stop. My legal point of view is instead, that the austerity measures may never large-scale or systematically damage the health of human beings, both from the perspective of universal criminal law (art. 7 par. 1 par. 1 lit. k Roman Statute) and from the universal human rights perspective (art. 12 UN Social Pact, no. 32 of general comment no. 14 to the UN Social Pact). Besides that, because of the indivisibility of the human rights, which comes from the human dignity, there must be a fair compromise between the human rights of the population and the human rights of the creditors of Greece. So I am not against austerity measures as such, but for proportionality, and for the protection of vulnerable groups of the population in particular.

And I have consciously made my charge against unknown, because there are many suspects from different countries and organizations. That means, that I am determined to go against unknown. So I do not see any sense in narrowing the perspective against the German government or even to make any statement in that direction, like it seems to be reported about me below the picture of me (standing in front of the Palais Wilson at Geneva) in your article. It needs to be found out, which measures, conditions, respectively mechanisms are responsible for the large-scale and systematical damaging of the health of the Greek population, and which groups of people are responsible for that.

Yours sincerely,



Sarah Luzia Hassel-Reusing


Donnerstag, 4. September 2014

Interview mit Ana Maria Suarez Franco zur Einklagbarkeit der universellen Menschenrechte

Sendung „Macht und Menschenrechte“ am 04.09.2014 Interview mit Ana Maria Suarez Franco zur Einklagbarkeit der universellen Menschenrechte

Podcast zur Sendung vom 19. Mai 2011 Lateinamerika und die Einklagbarkeit der universellen Menschenrechte


04.09.2014 | Unser Politikblog
Lateinamerika  wikipedia
Die meisten lateinamerikanischen Staaten wenden heute ganz selbstverständlich die universellen Menschenrechte (die Menschenrechte der Vereinten Nationen) vor den nationalen Gerichten an, Im Vergleich zu Lateinamerika sind die meisten europäischen Staaten bzgl. der direkten Anwendung der Menschenrechte der Vereinten Nationen noch Entwicklungsländer. In der Sendung gingen wir der Frage nach, auf welcher Grundlage die universellen Menschenrechte in Lateinamerika inzwischen ganz selbstverständlich von der Justiz angewendet werden, während dies in Deutschland bisher noch vernachlässigt wird -wenn man von den Urteilen des Bundesverfassungsgericht zu Völkerrecht, Mauerschützen III, Bodenreform III, Lissabon und Asylbewerberleistungsgesetz einmal absieht.
Durch die Finanzkrise hat die Verpflichtung auf die universellen Menschenrechte mit ihren umfangreichen sozialen Rechten eine erhebliche zusätzliche Bedeutung und Aktualität bekommen, gerade auch für Staaten mit wenigen sozialen Grundrechten wie Deutschland.

Deutschland ist wiederholt von den Menschenrechtsausschüssen der Uno zur Anwendung der universellen Menschenrechte angehalten worden. Das zeigen auch die Concluding Observations vom 20.05.2011 des Fachausschusses der Vereinten Nationen zum Uno-Sozialpakt bzgl. Deutschland, wo der Ausschuss Deutschland in Tz. 7 gedrängt hat, alle angemessenen Schritte zu unternehmen, um die effektive Anwendbarkeit der Menschenrechte des Sozialpaktes vor den nationalen Gerichten in Deutschland sicherzustellen. Dazu gehöre auf jeden Fall die Bewußtseinsbildung für den Sozialpakt bei Richtern, Anwälten und allen anderen rechtsdurchsetzenden Berufen.

Donnerstag, 21. August 2014

Videoaufruf an die griechische Öffentlichkeit zu Zeugenaussagen - Video appeal to the Greek public for testimonies

Unser Politikblog | 21.08.2014


Sarah Luzia Hassel-Reusing (die Anzeigeerstatterin zu Az. OTP – CR 345/12) bittet darum, dieses Video (in deutscher, englischer und griechischer Sprache) mit dem Aufruf zu Zeugenaussagen so weit wie möglich zu verbreiten und bei sich auf dem Blog oder auf der Webseite einzubetten, sodass die Menschen flächendeckend erreicht werden. Danke.

Sarah Luzia Hassel-Reusing (who has filed the charge Az. OTP – CR 345/12) requests to spread this video (in German, English, and Greek language) with the appeal for testimonies as far as possible and to embed it on on one's blog or website, so that the people are reached extensively. Thank you. 



Link : Aufruf an die griechische Öffentlichkeit zu Zeugenaussagen 


Link : Έκκληση στον ελληνικό πληθυσμό για μαρτυρίες












Auch dieser Aufruf zu Zeugenaussagen ist Menschenrechtsarbeit im Sinne der 
Deklaration Nr. 53/144 der Uno-Vollversammlung vom 09.12.1998 zum Schutz der Menschenrechtler.

Videoaufruf an die griechische Öffentlichkeit zu Zeugenaussagen

Sarah Luzia Hassel-Reusing (die Anzeigeerstatterin zu Az. OTP – CR 345/12) bittet darum, dieses Video (in deutscher, englischer und griechischer Sprache) mit dem Aufruf zu Zeugenaussagen so weit wie möglich zu verbreiten und bei sich auf dem Blog oder auf der Webseite einzubetten, sodass die Menschen flächendeckend erreicht werden. Danke.


Einleitung zu Aufruf an die griechische Bevölkerung zu Zeugenaussagen

Mein Name ist Volker Reusing. Am 21.11.2012 hat meine Frau Sarah Luzia Hassel-Reusing beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Strafanzeige eingereicht gegen unbekannt wegen des Verdachts des Verbrechens an der Menschlichkeit durch großangelegte und systematische Schädigung der Gesundheit durch die Sparmaßnahmen in Griechenland (Az. OTP – CR 345/12). Weil die Beweismittel und die in Betracht kommenden möglichen Täter aus verschiedenen Gruppen hinsichtlich des Entwurfs, des Beschlusses und der Durchführung der Auflagen sowie der Ausrichtung der rechtlichen Instrumente dafür an einer Strenge, wie sie in Griechenland (Präambel EFSF-Rahmenver-trag) und wie vom IWF (Schlussfolgerungen des Ecofinrats vom 09.05.2010, Az. SN 2564/1/10) angewendet wird, sich auf viele Länder verteilen, kann nur der Internationale Strafgerichtshof diesen Fall angesichts seiner internationalen Dimension bewältigen.

Es ist kein Schicksal und auch keine Naturkatastrophe, wenn Menschen gesundheitlich geschädigt werden, weil man ihnen gesundheitlich notwendige Mittel vorenthält, obwohl auch woanders gespart werden könnte. Es ist eine Straftat, und zwar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gem. Art. 7 Abs. 1 lit. k Römisches Statut, wenn man vorsätzlich in dem Wissen, dass man es tut, systematisch oder großangelegt die Gesundheit einer Zivilbevölkerung schädigt. Es ist schon ein hinreichender Vorsatz für dieses Verbrechen, wenn man die gesundheitsschädigenden Auflagen macht oder fortführt, obwohl man weiß, dass sie einen solchen Schaden anrichten oder anrichten werden, selbst wenn man gar nicht das Ziel hat, die Gesundheit zu schädigen, sondern dies in Kauf nimmt zur Erreichung anderer Ziele wie z. B. für die Rechte oder Interessen von Gläubigern.

Es hätte denen, die für den Entwurf, die Entscheidung und die Durchführung der Sparmaßnahmen verantwortlich sind, bekannt sein müssen, dass der auch von Griechenland ratifizierte Uno-Sozialpakt ein Menschenrecht auf das für den jeweiligen Menschen erreichbare Höchstmaß an Gesundheit
(Art. 12) und ein grundsätzliches Rückschrittsverbot (Art. 2) enthält. Ebenso hätte ihnen bekannt sein müssen, dass gem. dem Allgemeinen Kommentar Nr. 14 zum Uno-Sozialpakt daraus folgt, dass vor Kürzungen bei den Menschenrechten aus diesem Vertrag erst alle verfügbaren Mittel eingesetzt werden müssen, und dass insbesondere bei der Gesundheit zuletzt gespart werden muss. Auch wenn die Lage in Staatshaushalt und Sozialversicherung so ernst sein mag, dass sie nur durch erhebliche Eingriffe in das Eigentum der Gläubiger, Steuererhöhungen und auch Sozialkürzungen zu lösen sein mag, hätte trotzdem allen Einwohnern Griechenlands genug bleiben müssen für ihre medizinische Versorgung, für genug gesunde Nahrung und für das Wohnen.
Laut einer Schätzung des griechischen Gesundheitsministers, Seiner Exzellenz, Herrn Adonis Georgiadis, würden 700,- Millionen € pro Jahr genügen, um einer von ihm geschätzten Zahl von 1,9 bis 2,4 Millionen Einwohnern Griechenlands ohne Krankenversicherungsschutz zu helfen.
Stattdessen gibt man bis zu 50,- Milliarden € allein für die Finanzstabilität des griechischen Finanzsektors aus.

Damit der IStGH ein Verfahren einleiten und die Schuldigen ermitteln kann, genügt es nicht, abstrakt die Systematik und Großangelegtheit zu beweisen, sondern es bedarf auch genug Aussagen von geschädigten Personen oder, soweit diese bereits gestorben sind, von deren Angehörigen.

Bei einem Massaker an unbewaffneten Demonstranten vom 28.09.2009 in Guinea genügten dem IStGH 150 Opfer und bei vermuteten Kriegsverbrechen aus den Jahren 2003 bis 2008 im Irak 85 von gesammelten 400 Fällen, um von einer Großangelegtheit auszugehen.

In Griechenland sind für weit mehr als 150 Menschen durch die Sparmaßnahmen notwendige Medikamente und medizinische Behandlungen oder Nahrung und Wohnung nicht mehr bezahlbar.
Da auf einer abstrakten Ebene die Systematik und Großangelegtheit bereits umfassend erläutert worden ist, glauben wir, dass schon wenig mehr als 85 Aussagen konkreter Einwohner Griechenlands, deren Gesundheit durch die Sparmaßnahmen geschädigt worden ist, genügen werden, den IStGH zu bewegen, ein Verfahren aufzunehmen und die Schuldigen zu ermitteln.

Wir freuen uns und bedanken uns, dass der ehemalige griechische Botschafter Herr Leonidas Chrysynthopoulos uns als Ansprechpartner in Griechenland für die Sammlung von Zeugenaussagen und für deren Übersetzung ins Englische unterstützt.

Im folgenden verlese ich nun den Aufruf von Sarah Luzia Hassel-Reusing an die griechische Bevölkerung zu Zeugenaussagen:...........

Mittwoch, 6. August 2014

„Macht und Menschenrechte“ am 07.08.2014 zur Ukraine sowie zur WTO und Indien

Macht und Menschenrechte“ am 07.08.2014 um 19:00 Uhr zur Ukraine sowie zur WTO und Indien mit Kai Ehlers (Russlandforscher), Freeman (Alles Schall und Rauch) und Afsar Jafri (Focus on Global South)


Unser Politikblog | 07.08.2014

Protestierende in Luhansk, 1. März 2014 wikipedia
Im Interview mit dem Russlandforscher Kai Ehlers und mit Freeman (Alles Schall und Rauch) geht es um die „Erklärung von Yalta“ vom 07.07.2014 sowie um aktuelle Entwicklungen zur Ukraine.
Mit Afsar Jafri (Focus on Global South) sprechen wir über die vermutlich vorübergehende Weigerug der indischen Regierung, das „Trade Faciliation“ Abkommen der WTO zu unterzeichnen, womit diese die dauerhafte Akzeptierung des indischen Ernährungsprogramms durch die WTO erreichen will.

Durch die Sendung führt Volker Reusing.

An dieser Stelle finden Sie nach der Sendung auch das Youtube-Video und den MP3Download zum nachhören .

Laden Sie also die Seite öfters neu

Samstag, 2. August 2014

Erklärung von Jalta

Unser Politikblog | 02.08.2014

(Den Text der „Erklärung von Jalta“ vom 07.07.2014 haben wir mit freundlicher Genehmigung von Kai Ehlers auf Unser Politikblog übernommen. Am Ende des Testes befindet sich der Link zu I-Petitions, wo man sich öffentlich mit der Erklärung solidarisieren kann.)


Blick auf Jalta wipedia

Erklärung von Jalta

der Versammlung von Bürgern der Ukraine und Repräsentanten internationaler Solidaritätsnetzwerke vom 7. Juli 2014.



Die ukrainische Regierung, die im Februar 2014 die Macht übernahm, führt einen brutalen militärischen Angriff gegen die Bevölkerung im Süd-Osten des Landes.
Das Assoziierungsabkommen, das die Regierung am 30. Juni 2014 unterzeichnete, und ihr Austeritätsprogramm kündigen eine scharfe Reduzierung des Lebensstandards an und zerstören effektiv die Industrie, die weitgehend im Südosten lokalisiert ist. Die Ukrainische Regierung schließt rechtsextreme Kräfte mit ein und eine der ersten Maßnahmen ihres anfänglichen Extremismus, danach zurückgezogen, bestand darin Ukrainisch zur einzigen offiziellen Sprache zu machen und damit die Sprachrechte von Millionen Russisch-, Ungarisch- und Anderssprachiger zu verletzen.
Diese Regierung wurde von den Regierungen der USA, Englands und der EU sofort anerkannt und in großem Maße finanziell, logistisch, diplomatisch und militärisch unterstützt in der Absicht die Ukraine für internationale Investitionen von Finanzen und Kapital zu öffnen. Die USA will darüber hinaus ihre lange verfolgten Ziele weiter fördern, Russlands Einfluss in der Eurasischen Region einzuschränken, indem sie benachbarte Länder in den Einflussbereich der NATO zieht.  Das kann die Region nur weiter destabilisieren.
Menschen, die gegen die Kiewer Regierung protestierten, wurden verhaftet, ins Gefängnis gesperrt, angegriffen und ins Exil getrieben. Einer der schlimmsten Fälle von Gewalt waren die Erschießungen und der Mord von wenigstens 48 Demonstranten in Odessa am 2. Mai.
Die Menschen in der Süd-Ost-Ukraine haben versucht sich angesichts des gewaltsamen Vorgehens der Kiewer Regierung selbst zu schützen. Ihre friedlichen Demonstrationen gegen das Austeritätsprogramm und ihre Forderungen nach Autonomie wurden von bewaffneten Banden, von faschistischen paramilitärischen Kräften und von der neuen Nationalgarde gewaltsam beantwortet, deren Mitglieder zu großen Teilen aus den Parteien der äußersten Rechten kommen. In einem Referendum stimmte die Bevölkerung im Süd-Osten der Ukraine mit überwältigender Mehrheit für Selbstverwaltung und deklarierte die Unabhängige Volksrepublik in Lugansk und Donezk.
Indem die Kiewer Regierung versucht diese Gebiete zurückzugewinnen, ist sie dabei deren Bewohner zu töten und ihnen den Zugang zu Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung zu nehmen.
WIR, Repräsentanten der Bevölkerung des Süd-Ostens und der zentralen Ukraine sowie  Vertreter aus Netzwerken der internationalen Solidarität mit dem Widerstand gegen den Krieg in der Ukraine appellieren für eine dringende weltweite Aktion.
Wir rufen auf:
  1. Zu einer sofortigen Beendigung des Krieges der Kiewer Regierung.
  2. Zu direkten Gesprächen zwischen Kiew und den Repräsentanten der Donezker und der Lugansker Republik.
  3. Zu einer sofortigen Beendigung der Verletzung von Menschenrechten durch die Kiewer Regierung.
  4. Zur Bildung einer internationalen Solidaritätsbewegung für die unmittelbaren und langfristigen Bedürfnisse der Menschen, die derzeit unter den Angriffen stehen, zur Bildung von Fonds für humanitäre Hilfe und für die Unterstützung ihres politischen Kampfes mit gewaltlosen Mitteln. Wir rufen dazu auf, öffentlich zu machen, was tatsächlich in der Region geschieht.
  5. Zu einer internationalen Untersuchung durch Juristen in Menschenrechtsanwälten über die Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen, die im Verlauf dieses Krieges begangen worden sind.
  6. Zu einer Beendigung der gegenwärtigen und geplanten Austeritätspolitik.
  7. Zu einer Beendigung der militärischen NATO-, EU-, USA-Unterstützung für diese Regierung.
  8. Zu einem sofortigen Abbruch der NATO-Manöver in der Ukraine und in Zentral- und Ost-Europa, die darauf gerichtet sind, weitere materielle und moralische Unterstützung für die Kiewer Regierung und ihren Bürgerkrieg zu geben und
  9. Zu einem internationalen Protest gegen den NATO-Gipfel in Wales im September.


Unterschrieben von:
Alan Freeman (England); Radhika Desai (Kanada); Richard Brenner (England); Hermann Dworczak (Österreich); Jeffrey Sommers (USA); Roger Annis (Kanada); Tord Björk (Schweden); Kai Ehlers (Deutschland); Boris Kagarlitsky (Russische Föderation); Vasiliy Koltashow (Russische Föderation); Alla Glintchikowa (Russische Föderation); Wladimir Rogow (Ukraine); Aleksei Anpilogow (Ukraine); Aleksei Albu (Ukraine); Yana Manuilowa (Voksrepublik Donezk); Anastasia Pyaterikowa (Volksrepublik Lugansk)
Ukrainische Organisationen:
Zentrum für Koordination und Unterstützung einer Ukrainischen Föderation; Vereinigung Ukrainischer Bürger; Politische Partei Borot’ba; Slawische Wache (Zaporozh’e); Volkseinheit (Charkow); Lugansker Wache; Initiativ-Gruppen des antifaschistischen Widerstands von Sumy, Kiew, Dnepropetrowsk, Zaporosche, Odessa.
(Unterstützer/innen dieser Deklaration wenden sich bitte an: info@kai-ehlers.de
Die Erklärung kann auch hier direkt unterzeichnet werden:http://www.ipetitions.com/petition/yalta-declaration

Freitag, 1. August 2014

Resolution-Friedenscamp vom 23.-27.07.2014 für Frieden in Israel-Palästina

Unser Politikblog | 01.08.2014


Das Friedenscamp vom 23.-27.07.2014 für Frieden in Israel-Palästina hat am 26.07.2014 die folgende Resolution veröffentlicht:

Quellen:von Sabine Lichtenfels
WIR WEIGERN UNS, FEINDE ZU SEIN
Stellungnahme der 50 Teilnehmer des Visionscamps für Israel-Palästina
26. Juli 2014
Wir, Friedensarbeiter aus Israel, Palästina und vielen anderen Teilen der Welt, halten seit fast einigen Tagen eine Mahnwache für den Frieden in der Westbank - umringt vom Krieg.
Wir versammeln uns hier unter sehr einfachen Bedingungen. Umgeben von Schüssen und Bomben teilen wir Gemeinschaftsleben, offenbaren, was unsere Herzen bewegt, mit Worten, in Stille und Tränen. Wir legen Zeugen ab, und wir versuchen, in der Haltung von Grace zu bleiben. Jeden Tag werden wir mit dem sinnlosen Töten konfrontiert. In den letzten drei Wochen fielen mehr als tausend Menschen dem Krieg zum Opfer. Drei Palästinenser wurden in einem Dorf in der Nähe unseres Camps erschossen. Wir haben unbeschreiblichem Schmerz, Leiden, Verzweiflung
und Sprachlosigkeit erlebt; verschiedene Meinungen, innere und äußere Kämpfe stoßen aufeinander. Doch wir sind uns einig: Es ist genug! Stoppt das Morden. Aus Krieg kann keine Lösung kommen. Jedes Opfer dieses Krieges ist eines zuviel! Wir weigern uns, Feinde zu sein.
Wir fordern alle Parteien auf: Beendet diesen Krieg! Unsere Worte können unseren Empfindungen kaum gerecht werden, und dennoch können wir nicht länger schweigen. Auf beiden Seiten wird die
Zivilbevölkerung belogen, ein Großteil der Welt schweigt und wird durch die Medien manipuliert. Es braucht keine tiefgreifendes politisches Verständnis, um die Ungerechtigkeit dieses Krieges zu erkennen. Viele Länder liefern Waffen und bereichern sich am Krieg. Aber wer sitzt an den Betten der verletzten Kinder und weinenden Mütter? Wer hat Mitgefühl für ihr trostloses Schicksal? Wer heilt die Wunden, trocknet die Tränen und lindert den Schmerz all derer, die Familienmitglieder und geliebte Freunde verloren haben? Als Vertreter der Menschheit versuchen wir, Vertrauen, Friede, Gerechtigkeit und Mitgefühl inmitten des Kriegsgebietes Wirklichkeit werden zu lassen, nicht nur in Form von Worten. Wir fühlen uns manchmal wie Kinder einer neuen Erde, auf der es keinen Krieg gibt. Einer unserer palästinensischen Teilnehmer sagte: „2001 habe ich beschlossen, kein Opfer mehr zu sein. Wir sind keine zwei Seiten; wir sind eine Seite. Wir haben einen gemeinsamen Feind: den Hass.“ Wie viele unschuldige Menschen müssen noch ermordet werden, wie viele Generationen müssen noch Waffen tragen, damit ihre Völker sich sicher fühlen können? Sind wir uns bewusst, dass jedes Morden neuen Hass, neue Angst und weitere Rache hervorbringen?
Wir sind entschlossen, nicht mehr zu schweigen. Wir sind entschlossen, aus der Machtlosigkeit auszutreten. Wir sind entschlossen, die Hypnose der Angst hinter uns zu lassen und unsere Stimmen zu erheben. Wir sind entschlossen, aus unserer persönlichen Identifikation auszutreten und hinter die Weltanschauungen zu blicken, für eine fundamentale Heilung des menschheitlichen Traumas. Mitgefühl ist keine Frage der Weltanschauung. Mitgefühl ist der Notruf des Planeten Erde und das Herz der Menschheit. Zusammen wollen wir eine klare Stimme erheben, eine Stimme für Transformation. Töten kann niemals ein freies oder beschütztes Land hervorbringen. Wir vergießen unsere Tränen und verwandeln unseren Schmerz in ein kraftvolles Nein. Nein zum Töten - keine Toleranz gegenüber jeglicher Verletzung von Menschenrechten, egal von wo sie kommt. Israelis werden sich niemals sicher fühlen, und Palästinenser werden niemals frei sein, wenn sie keine Beziehungen von gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbauen. Und dieses Land wird niemals heilig sein, wenn wir es weiterhin mit Blut tränken. Tausende von Menschen gehen auf die Straße und zeigen, dass sie "sich weigern, Feinde zu sein". Mögenwir immer mehr werden. Das globale Herrschaftssystem braucht unsere Machtlosigkeit. Wir können das Gefühl von Verzweiflung und Machtlosigkeit verwandeln in Bereitschaft zur Transformation. Wahre gewaltfreie Revolution beginnt in uns. Wir visionieren das Ende des Kreislaufes von Opferschaft, Besatzung, Hass und Rache. Wir visionieren das Erwachen des menschlichen Herzens. Wir visionieren Millionen von Menschen, die nicht mehr zulassen, dass die Globaliserung des Krieges und des Geldes auf dem Rücken zahlloser Frauen, Männer und Kinder ausgetragen wird. Es ist unsere Aufgabe, glaubwürdige Alternativen zu zeigen: Austritt aus dem System der Mittäterschaft und Eintritt in ein Netzwerk der Solidarität und des Mitgefühls. Viele von uns arbeiten seit Jahren am Aufbau
neuer Lebensmodelle. Wir wissen: Wer gegen den Krieg ist, braucht eine Vision für den Frieden. Diese Friedensmahnwache ist nur der Anfang. Wir verpflichten uns: Wir widmen unser Leben dem Finden von Lösungen, wo immer wir sind. Wir lieben unsere Länder, unsere Heimat und die Erde. Wir erklären uns zu Weltbürgern für den Frieden. Lasst uns die Stimme erheben: Ein anderes Leben ist möglich.Wir rufen Experten aller Gebiete - Ärzte, Wasserspezialisten, Ökologen, Technologen, Friedensarbeiter, Entscheidungsträger, spirituelle Führer, Friedensjournalisten, Filmemacher, Politiker und jede und jeden von euch: Lasst uns zusammenkommen und unser Wissen umsetzen. Zusammen werden wir völlig neue Wege finden, diesen Planeten zu besiedeln.


Mittwoch, 23. Juli 2014

WIR WEIGERN UNS FEINDE ZU SEIN

Macht und Menschenrechte“ am 24.07.2014 mit Wojna (Die Bandbreite), Martin Winiecki (Institut für globale Friedensarbeit), Freeman (Alles Schall und Rauch), Maria aus der Ukraine, Norbert Voss (Friedensmahnwache Berlin) und Matthias (Friedensaktivist aus München)

(Achtung. Diesmal bereits ab 18.45 Uhr)

Unser Politikblog | 23.07.2014

(C) Sarah Luzia Hassel-Reusing
Friedenmahnwache Berlin 
Auf der Mega-Mahnwache für den Frieden am 19.07.2014 sprachen wir mit Marcel Wojnarowicz (alias Wojna), dem Sänger der Bandbreite, über die Montagsmahnwachen und sein Engagement als Musiker für den Frieden. Mit der in Deutschland lebenden Ukrainerin Maria unterhielten wir uns über die Lage in ihrer Heimat. Im Gespräch mit Norbert Voss von der Friedenmahnwache Berlin geht es u. a. um Strategien für den Frieden.

Live werden wir mit Freeman (Alles Schall und Rauch) und Matthias (Friedensaktivist aus München) ebenfalls über die Ukraine sprechen.
Im Interview mit Martin Winiecki, dem Leiter des IGF, schließlich geht es um den Konflikt zwischen der israelischen Regierung und der Hamas und um eine mehrtägige Friedensreise von Israelis, Palästinensern und ausländischen Gästen unter dem Motto „Wir weigern uns, Feinde zu sein !“


Durch die Sendung führt Volker Reusing.
An dieser Stelle finden Sie nach der Sendung auch das Youtube-Video und den MP3Download zum nachhören .



Laden Sie also die Seite öfters neu

Donnerstag, 10. Juli 2014

Heute steht die Sendung „Macht und Menschenrechte“ im Zeichen von Frieden und Völkerverständigung.

Macht und Menschenrechte“ am 10.07.2014 mit Kai Ehlers, Ken Jebsen, Peter Jüriens und Dr. Ansgar Klein (Achtung. Diesmal bereits ab 18.45 Uhr)

Unser Politikblog | 10.07.2014

Blick auf den Moskauer Kreml Wikipedia 
Heute steht die Sendung „Macht und Menschenrechte“ im Zeichen von Frieden und Völkerverständigung.

Im Interview mit dem Buchautor und Russland-Experten Kai Ehlers aus Moskau, geht es darum, wie sich Russland ab 1998 von den Auflagen des IWF gelöst, und wie weit es sich wieder erholt hat. Außerdem sprechen wir über die aktuelle Lage auf der Krim und über sein Buch „Russland – Herzschlag einer Weltmacht“.

Mit dem Journalisten Ken Jebsen sprechen wir über die Montagsmahnwachen und Perspektiven für Frieden und Völkerverständigung.

Dr. Ansgar Klein ist bekannt durch die Friedensinitiative Würselen, die Teil des Netzwerks Friedenskooperative ist. Wir sprechen über die Arbeit der Friedensbewegung und ihre Erfolge sowie über die stärkere Zusammenarbeit zwischen etablierter und neuer Friedensbewegung.
Peter Jüriens ist Musiker und Friedensaktivist. Wir sprechen mit ihm über die Montagsmahnwachen, über den Frieden, über Anarchismus und über seine Musik.

An dieser Stelle finden Sie nach der Sendung  Sendung // Nachhören oder Download 
Durch die Sendung führt Volker Reusing.

Webseite von Kai Ehlers

Webseite von Ken Jebsen

Friedensinitiative Würselen

Peter Jüriens auf Facebook



Laden Sie also die Seite öfters neu

Hinweis für die Sendungen ab Februar 2014:Ab nächstem Jahr wird die Sendung „Macht und Menschenrechte“ regulär immer am 2. und am 4. Donnerstag im Monat zu hören sein.